Mission Statement
PRÄAMBEL
EMOM Frankfurt ist ein nicht-kommerzielles, von Ehrenamtler:innen getragenes, Projekt für
künstlerischen Ausdruck, Begegnung, gemeinsames Erleben und Lernen.
Im Zentrum stehen die Künstler:innen, die die Events durch ihre Perspektiven, Erfahrungen
und Ausdrucksformen prägen. Wir verstehen Vielfalt als kreative Kraft und schaffen bewusst
eine Umgebung, die unabhängig von wirtschaftlichen Interessen funktioniert – getragen von
Gemeinschaft, Offenheit und gegenseitigem Respekt.
1 Ziele
1.1. EMOM Frankfurt, als Projekt und Kollektiv, dient dem Zweck lokalen und
überregionalen Künstler:innen regelmäßig eine Offene Bühne zum performen
Elektronischer LIVE (!) Musik zu bieten.
1.2. Darüber hinaus wird das Ziel verfolgt durch die Veranstaltungen eine Plattform zur
Vernetzung zu kreieren.
1.3. Als drittes, projektübergreifendes und zu entwickelndes Ziel, sowie kontinuierliche
Entwicklungsaufgabe, definieren wir den Anspruch aktiv auf Diversität und Gender-
Equality in den Line-Ups und im Kollektiv hin zu wirken.
2 Non-Kommerzielle Haltung
EMOM Frankfurt ist frei von kommerziellem Druck. Künstler:innen treten ohne
finanzielle Verwertungslogik auf, und Besucher:innen begegnen Kunst ohne
Konsumzwang. Diese Unabhängigkeit ermöglicht authentischen Ausdruck,
experimentelle Formate und Augenhöhe der Beteiligten.
3 Künstlerische Vielfalt als Prinzip
Jede/r ist willkommen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Identität, körperlichen
Voraussetzungen, sozialem Hintergrund oder künstlerischer Erfahrung. Ob etabliert oder
neu auf der Bühne: Unterschiedliche Stimmen und Perspektiven sind zentraler
Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Es gilt allerdings auch: Keine Toleranz für
Intoleranz!
4 Offener Zugang & niedrige Schwellen
Die Teilnahme – als Künstler:in oder als Besucher:in – soll möglichst barrierearm sein.
Wir setzen auf niedrige Zugangshürden (freier Eintritt), freiwillige Beiträge (Hut) und eine
Kultur des Teilens, um möglichst vielen Menschen den Zugang zu ermöglichen.
5 Faire Bühne für alle
Alle Künstler:innen erhalten den gleichen Raum und die gleiche Aufmerksamkeit. Es gibt
keine Hierarchien zwischen den auftretenden Personen – jede Performance ist
gleichwertiger Teil des Abends. Wir promoten keine Headliner, wenngleich es in der
Natur der Sache liegt, dass irgendwer als erste/r, bzw. als letzte/r spielt.
6 Respektvoller Umgang & Brave Space*
Orgateam, Location, Besucher:innen und Künstler:innen tragen gemeinsam
Verantwortung für einen respektvollen und achtsamen Umgang. EMOM Frankfurt soll
ein Raum sein, in dem sich alle sicher fühlen können, sich auszudrücken – ohne Angst vor
Diskriminierung oder Abwertung.
6.1. *Wir nehmen bewusst Abstand vom Begriff des „Safe Spaces“, da das darin
enthaltene Sicherheitsversprechen bei öffentlichen Veranstaltungen unmöglich zu
100% (seitens Veranstalter) garantiert werden kann. Es ist dementsprechend nötig,
dass alle Beteiligten sich pro-aktiv zur Herstellung eines sicheren Ortes einsetzen.
Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass sie zum Selbstwert erklärt wird, sondern
dadurch, dass wir solidarisch füreinander einstehen.
7 Klare Haltung gegen Diskriminierung
Wir positionieren uns eindeutig gegen Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit,
Ableismus und jede Form von Ausgrenzung. Auch im künstlerischen Ausdruck gilt:
Freiheit bedeutet Verantwortung gegenüber anderen. Künstlerische Freiheit endet dort,
wo andere verletzt oder marginalisiert werden. Diskriminierende Inhalte oder
Verhaltensweisen werden nicht toleriert. Wir fördern eine differenzierte und reflektierte
Auseinandersetzung mit sensiblen Themen.
8 Förderung neuer und marginalisierter Stimmen
Wir geben bewusst Künstler:innen Raum, die sonst wenig Sichtbarkeit erhalten. EMOM
Frankfurt versteht sich als Plattform für Entwicklung, Ausprobieren und gegenseitige
Unterstützung – nicht als Markt.
9 Gemeinschaft statt Wettbewerb
EMOM Frankfurt ist kein Wettbewerb, sondern ein kollektives Erlebnis. Austausch, Skill-
Sharing, gegenseitige Inspiration, Kooperation und solidarisches Miteinander stehen im
Vordergrund – nicht Bewertung oder Vergleich.
10 Kontinuierliche Reflexion
Wir hinterfragen unsere Strukturen und Prozesse regelmäßig, um inklusiv, offen und
zugänglich zu bleiben. Feedback aller Beteiligten ist ein zentraler Bestandteil unserer
Selbstüberprüfung und Weiterentwicklung.
Schlusswort
EMOM Frankfurt lebt von Engagement, kollektiver Initiative und dem Bewusstsein, dass
Gemeinschaft durch gemeinsames Handeln entsteht.
PREAMBLE
EMOM Frankfurt is a non-commercial, volunteer-led project dedicated to artistic expression,
human connection, and shared experiences and learning.
At the heart of the project are the artists, whose perspectives, experiences, and forms of
expression shape the events. We view diversity as a creative force and consciously create an
environment that operates independently of commercial interests—sustained by community,
openness, and mutual respect.
1 Objectives
1.1. As both a project and a collective, EMOM Frankfurt aims to provide local and
regional artists with a regular open stage for performing live electronic music.
1.2. Furthermore, the events aim to create a platform for networking and connection.
1.3. A third objective—one that is ongoing and requires continuous development—is our
commitment to actively fostering diversity and gender equality within our lineups
and the collective itself.
2 Non-Commercial Ethos
EMOM Frankfurt operates free from commercial pressure. Artists perform without the
expectation of financial gain, and attendees experience art without the pressure to
consume. This independence fosters authentic expression, experimental formats, and
interactions based on equality among all participants.
3 Artistic Diversity as a Guiding Principle
Everyone is welcome—regardless of origin, gender, identity, physical ability, social
background, or level of artistic experience. Whether established or new to the stage,
diverse voices and perspectives are central to our identity. However, we also adhere to
the principle of zero tolerance for intolerance.
4 Open Access & Low Barriers
Participation—whether as an artist or an attendee—should be as accessible as possible. We prioritize low barriers to entry (free admission), voluntary contributions (passing the hat), and a culture of sharing to make access possible for as many people as possible.
5 A fair stage for everyone
All artists receive equal space and attention. There are no hierarchies among the performers—every performance is an equally valuable part of the evening. We do not promote headliners, even though the nature of the event dictates that someone must play first and someone last.
6 Respectful Interaction & Brave Space*
The organizing team, venue staff, attendees, and artists share responsibility for
fostering a respectful and mindful atmosphere. EMOM Frankfurt aims to be a space
where everyone feels safe to express themselves—without fear of
discrimination or disparagement.
6.1. *We consciously move away from the term „Safe Space,“ as the promise of
safety implied by it cannot be 100% guaranteed (by the organizers) at public
events. Consequently, it is essential that all participants actively commit to
creating a safe environment. Safety is not achieved simply by declaring it a
core value, but by standing in solidarity with one another.
7 A Clear Stand Against Discrimination
We take a firm stand against racism, sexism, queerphobia,
ableism, and all forms of exclusion. The same applies to artistic expression:
freedom entails responsibility toward others. Artistic freedom ends where
others are harmed or marginalized. Discriminatory content or
behavior will not be tolerated. We encourage a nuanced and reflective
engagement with sensitive topics.
8 Promoting New and Marginalized Voices
We consciously provide space for artists who otherwise receive little visibility.
EMOM Frankfurt sees itself as a platform for development, experimentation,
and mutual support—not as a marketplace.
9 Community Over Competition
EMOM Frankfurt is not a competition, but a collective experience. Exchange,
skill-sharing, mutual inspiration, cooperation, and solidarity take
center stage—not evaluation or comparison.
10 Continuous Reflection
We regularly question our structures and processes to remain inclusive, open,
and accessible. Feedback from all participants is a central part of our
self-assessment and ongoing development.
Closing Remarks
EMOM Frankfurt thrives on commitment, collective initiative, and the awareness that
community is created through shared action.